Headillu

Im Jahr 2009 betrug der Anteil der Warenexporte aus Deutschland an den weltweiten Warenexporten 9 Prozent und lag damit erstmalig hinter der Volksrepublik China mit 9,6 Prozent und vor den USA mit 8,5 Prozent. Diese Zahl ist besonders bemerkenswert, da die Bundesrepublik bei der Einwohnerzahl gerade einmal weltweit Platz 14 einnimmt.

Die überdurchschnittlich hohe Bedeutung für die gesamte deute Wirtschaft spiegelt sich auch in dem Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt wieder. Betrug diese Exportquote im Jahr 1993 noch 19 Prozent, so stieg sie bis 2009 auf 40,7 Prozent an. Insgesamt haben die Exporte so im Jahr 2009 Einnahmen in Höhe von 980 Milliarden Euro generiert.

Der weltweite Handel ist die wichtigste Voraussetzung für Beschäftigung und Wachstum in unserem Land. Jeder 4. Arbeitsplatz hängt davon ab, dass unsere Produkte auf den weltweiten Märkten sich gegenüber den zunehmend selbstbewussteren Wettbewerbern durchsetzen.

Dabei wird die Struktur der Exporte klar durch die Ausfuhr von Fertigwaren der Gewerblichen Wirtschaft dominiert. Die drei wichtigsten Exportgruppen waren auch 2009 wieder Kraftwagen und Kraftwagenteile (17,2%), Maschinen (16,3%) und chemische Erzeugnisse (9,3%). Bei allen Produkten handelt es sich um Ausfuhrgüter der höchsten Wertschöpfungsstufe. Dies bedeutet, dass sich die deutsche Wirtschaft weltweit durch immer neue Innovationen und Leistungen behaupten muss.

Die genannten Zahlen belegen eindrucksvoll, wie gut die Unternehmen aber auch zurzeit auf den weltweiten Wettbewerb vorbereitet sind. Dies jedoch ist keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr ist es notwendig, dass alles getan wird, damit die deutschen Unternehmen sich auch in Zukunft im weltweiten Wettbewerb behaupten können.

Die Exporthandelshäuser übernehmen dabei die Funktion des Großhandels auf internationaler Ebene und sorgen für den Vertrieb auch in schwierigen Märkten. Leistungen von Im- und Export von Waren über weltweiten An- und Verkauf zu kompletten Problemlösungen sind für den deutschen Außenhandel eine Selbstverständlichkeit. Er erschließt der Industrie weltweite Absatzmöglichkeiten, bietet internationalen Kundendienst und versorgt die deutschen Verbraucher mit Importgütern aus aller Welt: Von Kaffee, Tee, Kakao über andere Nahrungsmittel, von industriellen Rohstoffen über chemische Produkte hin zu typischen Verbrauchsgütern, Bekleidung, elektronischen Geräten oder komplexe Anlagen bietet der Außenhandel seinen Kunden in aller Welt eine breite Palette an Service und Dienstleistungen.

Deutschland geht damit als eindeutiger Gewinner aus der immer stärker vernetzten weltweiten Wirtschaft hervor. Überall dort, wo die Ein- oder Ausfuhr durch protektionistische Maßnahmen eingeschränkt wird, nimmt unsere Wirtschaft Schaden. Nur durch einen konsequenten Abbau dieser Barrieren kann unser Anteil am globalen Handel und am weltweiten Wohlstand gesichert werden.