Der BDEx (Bundesverband des Deutschen Exporthandels e.V.) fungiert als führender Verband für deutsche Unternehmen im Außenhandel. Seine vorrangige Aufgabe besteht darin, die gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder im Exporthandel zu schützen und zu fördern, indem er sich gezielt für deren Belange im internationalen Handel einsetzt.
Beraten.
Länder- und Marktinformationen 3/2026
Afrika
ÄGYPTEN / WIRTSCHAFT: Ägypten will die Produktion von Möbeln industrialisieren
Auch ohne Forstwirtschaft fördert Ägypten seine Möbelindustrie. Antriebskräfte sind die inländische Nachfrage und das große Reservoir an Arbeitskräften.
Mit der Herstellung von Möbeln wird Ägypten kaum in Verbindung gebracht. Dabei hat die Branche am Nil durchaus einige Bedeutung und eine lange Tradition. Rund 120.000 Betriebe der Möbelindustrie verzeichnet das ägyptische Statistikamt Capmas für 2023. Diese beschäftigen etwa 900.000 Menschen, schätzt die nationale Investitionsfördergesellschaft GAFI.
Die Relation zeigt bereits: Die meisten Unternehmen sind sehr klein, eher Handwerks- als Industriebetriebe. Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stuft 85 Prozent der Branchenbetriebe als Kleinbetriebe mit unter fünf Mitarbeitenden ein. Nur 2 Prozent der Firmen haben mehr als 50 Beschäftigte.
Zum Beitrag: Möbelindustrie in Ägypten
AFRIKA / WIRTSCHAFT: Afrikas Wirtschaft wächst 2026 deutlich schneller
Mehrere bedeutende Märkte Afrikas blicken auf eine gute Konjunktur 2026. Das rückt den Kontinent wieder stärker in den Fokus deutscher Unternehmen.
Das reale Wirtschaftswachstum in Afrika soll nach Prognosen der Vereinten Nationen im Jahr 2026 auf 4 Prozent steigen. Im Jahr 2025 lag es noch bei 3,9 Prozent, 2024 bei 3,5 Prozent.
Für Subsahara‑Afrika erwartet die Weltbank in den Jahren 2026 und 2027 sogar jeweils ein höheres durchschnittliches Wachstum von 4,4 Prozent.
In Nordafrika dürfte sich das Wachstum vor allem in Ägypten deutlich beschleunigen. Dort wird ein reales Wachstum von 5,3 Prozent erwartet. Auch mehrere zuvor geschwächte große Volkswirtschaften – darunter Südafrika, Nigeria, Ghana und Kenia – erholen sich wieder.
Zum Beitrag: Afrikas Wirtschaft wächst 2026 deutlich schneller | Wirtschaftsausblick | Afrika
ALGERIEN / IMPORT: Algeriens Finanzgesetz für 2026: Was ändert sich bei der Einfuhr?
Mit dem algerischen Finanzgesetz werden mehrere Einfuhrabgaben geändert. Die Anpassungen betreffen Fahrzeuge, Nahrungsmittel sowie Vorprodukte für Photovoltaik und Wasserstoff.
Zum Beitrag: Algeriens Finanzgesetz für 2026: Was ändert sich?
ALGERIEN / WIRTSCHAFT: Algerien will für ausländische Investoren attraktiver werden
Algeriens Wirtschaftsmodell fußt auf der Förderung von Energierohstoffen. Die Regierung unternimmt Schritte, um ausländische Investoren auch für andere Branchen zu gewinnen.
Zum Beitrag: https://www.gtai.de/de/trade/algerien-wirtschaft/wirtschaftsstandort
GHANA / IMPORT: Verbot für Transport bestimmter Importwaren auf dem Landweg
Die ghanaische Regierung hat mit sofortiger Wirkung den Transport ausgewählter Importwaren auf dem Landweg untersagt. Davon betroffen sind Reis, Mehl, Zucker, Speiseöl, Nudeln, Dosentomaten, Tiefkühlprodukte sowie Textilien und pharmazeutische Erzeugnisse.
Diese Waren dürfen ausschließlich über die ghanaischen Seehäfen eingeführt und nicht mehr per Lkw über Landgrenzen transportiert werden.
Hintergrund der Maßnahme ist die Absicht der Regierung, die Grenzkontrollen zu verstärken und Einnahmeverluste zu verhindern. Beim Transitverkehr über Land werden Waren immer wieder in den lokalen Markt umgeleitet, wodurch dem Staat erhebliche Zolleinnahmen entgehen.
KENIA / MEDIZINTECHNIK: Kenias Markt für Medizintechnik wird zügig wachsen
Kenias Gesundheitssektor wächst in den kommenden Jahren schneller als die Gesamtwirtschaft des Landes. Deutsche Unternehmen verfügen gerade im Privatsektor über Lieferchancen.
- Optimistische Perspektiven für Kenias Gesundheitssektor dank besserer Wirtschaftslage.
- Staat erhöht erstmals seit Jahren wieder sein Budget für den Sektor.
- Private Akteure profitieren von niedrigen Zinsen und stabilem Wechselkurs.
- Beschaffungsumfeld im Gesundheitssektor deutlich verbessert.
Zum Beitrag: Medizintechnik Kenia
Amerika
BRASILIEN / ZÖLLE: Erhöhte Zölle auf Kapitalgüter und IT-Produkte
Von der Zollerhöhung sind bestehende „Ex-Tarifários“ nicht betroffen.
Brasilien hat die Einfuhrzölle für zahlreiche Kapitalgüter, darunter Maschinen, Werkzeuge und Ausrüstungen sowie IT-Produkte wie Smartphones und LED-Panels angehoben. Die neuen Zollsätze richten sich nach der Höhe des bisherigen Zollsatzes.
Zum Beitrag: Erhöhte Zölle auf Kapitalgüter und IT-Produkte | Zollmeldung | Brasilien | Zolltarif, Einfuhrzoll
KANADA / ZÖLLE: Kanada erhöht ausgewählte Zoll- und Abfertigungsgebühren
Die kanadische Zollbehörde CBSA passt mehrere Gebühren zum 1. April 2026 an. Hintergrund sind inflationsbedingte Erhöhungen und neue Steuerregelungen.
Zum Beitrag: Kanada erhöht ausgewählte Zoll- und Abfertigungsgebühren | Zollmeldung | Kanada | Einfuhrabgaben
MEXIKO / MEDIZINTECHNIK: Mexiko nicht nur als Absatzmarkt von Medizintechnik interessant
Bis zum Jahr 2029 soll das Marktvolumen für Medizintechnik in Mexiko auf rund 12,4 Milliarden US-Dollar (US$) ansteigen, so Angaben des Marktforschungsinstituts BMI. Das ist rund ein Drittel mehr als 2024. Die jährliche Wachstumsrate soll im Schnitt bei rund 5,5 Prozent liegen, so BMI. Damit entwickelt sich Mexikos Medizintechnikmarkt aller Voraussicht nach dynamischer als das allgemeine Wirtschaftswachstum des Landes.
Angekurbelt wird der Bedarf an Medizintechnik von einer Zunahme chronischer Krankheiten wie Diabetes, Krebs und kardiovaskulären Erkrankungen. Gleichzeitig erwartet BMI steigende Ausgaben des öffentlichen Gesundheitssektors in der Amtsperiode von Präsidentin Claudia Sheinbaum. So werden dank der kürzlich gegründeten Gesundheitskasse IMSS Bienestar verstärkt Personen ohne Krankenversicherung vom Gesundheitssystem abgedeckt.
Zum Beitrag: Medizintechnik Mexiko
PERU / WASSERSEKTOR: Peru geht seine Wasserprobleme an – und schafft Geschäftschancen
Kreislaufwirtschaft, Effizienz und Digitalisierung spielen im peruanischen Wassersektor eine immer größere Rolle. Das kommt deutschen Firmen entgegen.
Klimawandel und Extremwetter, ungleiche Wasserverteilung und Rückstand der Infrastruktur – Peru steht mit seiner Wasserwirtschaft vor zahlreichen Herausforderungen. Nur rund die Hälfte der Bevölkerung hat einen sicheren Trinkwasserzugang, zugleich steigt die Nachfrage danach. Regierungspläne und Tendenzen hin zu mehr Nachhaltigkeit können das langfristig ändern. Für Unternehmen aus Deutschland entsteht ein attraktives Geschäftsumfeld.
Zum Beitrag: Peru geht seine Wasserprobleme an – und schafft Geschäftschancen | Special | Peru | Wasser – Die knappe Ressource
Asien und Ozeanien
ASEAN / WIRTSCHAFT: Wachstumsregion mit Technologiebedarf
Die Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) ist ein vielversprechender Absatz- und Beschaffungsmarkt. Deutsche Unternehmen sind dort aber noch wenig aktiv.
Trotz einiger Herausforderungen wie der noch geringen regulatorischen Integration bietet die ASEAN zahlreiche Geschäftschancen sowohl für den Export als auch als Beschaffungsmarkt. Vor allem aber gehen die diversen Möglichkeiten für wirtschaftliche Engagements über das klassische Einstiegsland Singapur hinaus – hier lohnt sich ein ausführlicher Blick auch auf die anderen Länder des südostasiatischen Staatenbundes!
Das vierseitige Fact Sheet gibt einen raschen Überblick über die heterogene ASEAN-Region mit ihren elf Mitgliedsstaaten. Neben Zahlen und Fakten zum deutschen Außenhandel mit der Ländervereinigung erhalten Sie kompakte Informationen zu den wichtigsten und aussichtsreichsten Branchen für die deutsche Exportwirtschaft in der Region.
Zum GTAI-Factsheet: ASEAN – Wachstumsregion mit Technologiebedarf | Fact Sheet
CHINA / INDUSTRIEPOLITIK: Chinas neuer Fünfjahresplan zielt auf technologische Souveränität
Deutsche Unternehmen sollten sich mit der neuen chinesischen Roadmap 2026 bis 2030 auseinandersetzen, um den sich daraus ergebenen Wirtschaftsentwicklungen strategisch zu begegnen.
China hat Mitte März 2026 sein neues Fünfjahresprogramm auf den Weg gebracht, das den Zeitraum 2026 bis 2030 abdeckt. Für deutsche Unternehmen sind diese Leitlinien relevant, da Fünfjahrespläne in China in der Regel wichtige wirtschaftspolitische Weichen stellen – etwa für die Förderung von Schlüsseltechnologien oder die strategische Ausrichtung zentraler Industrien. Entsprechend wirken sie sich auf zukünftige Geschäftsmöglichkeiten, Wettbewerbsfähigkeit und die allgemeine wirtschaftliche Stabilität aus.
Insgesamt knüpft der 15. Fünfjahresplan an die bisherige Agenda an, setzt aber stärkere Akzente auf Innovation, Digitalisierung, grüne Transformation und industrielle Modernisierung. Außerdem will die Führung den Binnenmarkt stärken und die technologische Eigenständigkeit vorantreiben. Wie auch schon im 14. Fünfjahresplan hat China kein festes Ziel für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vorgegeben. Laut Arbeitsbericht der Regierung vom März 2026 soll es aber für 2026 zwischen 4,5 Prozent und 5,0 Prozent liegen – das bisher niedrigste Wachstumsziel der Regierung.
Zum Beitrag: https://www.gtai.de/de/trade/china/wirtschaftsumfeld/chinas-neuer-fuenfjahresplan-1978692
INDIEN / KFZ-INDUSTRIE: Indiens Automobilindustrie wächst weiter
Produktion und Absatz von Fahrzeugen in Indien werden weiter zulegen. Trotz globaler Unsicherheiten und angespannter Lieferketten wird investiert.
Die gute Konjunktur in Indien stärkt auch die Automobilindustrie. Im 1. Quartal des Finanzjahres 2025/2026 (1. April bis 31. März) nahm die Fahrzeugproduktion in Indien erneut zu. Die Wachstumsraten sind im Vergleich mit den vergangenen Jahren gering, im internationalen Vergleich aber dennoch gut.
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INDIEN / ANTIDUMPING: Indien verlängert Anti-Dumpingzölle auf Toluol Di-Isocyanat
Die Maßnahmen gelten erneut für fünf Jahre und betreffen weiterhin auch Einfuhren aus der EU.
Das indische Finanzministerium hat mit Notification No. 03/2026‑Customs (ADD) die Antidumpingmaßnahmen auf Einfuhren von Toluol Di‑Isocyanat (Zolltarifnummer 2929 10 20) um weitere fünf Jahre verlängert. Die Regelung gilt seit dem 10. Februar 2026.
Toluol Di‑Isocyanat ist ein chemischer Grundstoff für die Herstellung von Schaumstoffen, Matratzen, Autositzen, Klebstoffen und Beschichtungen.
Von den Maßnahmen betroffen sind Ursprungswaren und Ausfuhren aus der Europäischen Union sowie aus Saudi-Arabien. Die festgelegten Antidumpingzölle betragen:
- 264,96 US-Dollar/Tonne für Waren aus der EU
- 344,33 US-Dollar/Tonne für Waren aus Saudi-Arabien.
Für einzelne Unternehmen gelten jeweils niedrigere firmenspezifische Zollsätze
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JAPAN / ABFALLWIRTSCHAFT: Japan setzt auf mehr Kreislaufwirtschaft
Japan will mehr Ressourcen erneut nutzen. Daraus ergeben sich neue Chancen. Das Gros der Projekte sind bisher allerdings Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen.
- Bevölkerung und Abfallmengen schrumpfen.
- Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Recycling eröffnet Marktchancen.
- Chinesische Sanktionen auf Dual-Use-Güter-Export nach Japan dürften Recycling-Bemühungen stärken.
Zum Beitrag: Abfallwirtschaft Japan
JAPAN / ELEKTRONISCHE BAUELEMENTE: Japans Halbleiterindustrie steht vor starkem Wachstum
Japan sieht die Halbleiterindustrie als strategische Branche. Die Investitionen steigen. Auch Zulieferer von Maschinen schauen optimistisch in die Zukunft.
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NEUSEELAND / ENERGIE: Mix aus Erneuerbaren und Gas soll Neuseelands Stromversorgung sichern
Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung bleibt relevant, trotz sinkender Priorität. Unternehmen, die die Digitalisierung der Stromnetze vorantreiben, haben gute Chancen.
Statt konsequent den Ausbau erneuerbarer Energiequellen zu beschleunigen, will Neuseelands aktuelle Regierung mehrgleisig fahren. Neben erneuerbaren Energien – einschließlich Offshore‑Wind – sollen flexible Kapazitäten aus fossilen Energiequellen die Versorgungssicherheit stützen. Dazu zählen auch LNG-Importe. Geld aus einem 2025 geschaffenen Gassicherheitsfonds soll für zusätzliche Erdgasbohrungen und die Modernisierung von Anlagen sowie für die Erschließung neuer Gasfelder bereitstehen, auch wenn Neuseeland langsam das Gas ausgeht.
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TAIWAN / HALBLEITER: Chip-Boom treibt Taiwans Bedarf an Halbleiterausrüstung
Taiwans Bestellungen von Halbleiterfertigungs- und Testausrüstung legen stark zu, stimuliert von der weltweiten Chipnachfrage. Deutsche Anbieter profitieren von dieser Entwicklung.
Die Halbleiterproduktion boomt in Taiwan, was die Nachfrage nach dafür benötigter Ausrüstung antreibt. Nach einer Verdopplung der Ausrüstungsbestellungen 2025 gegenüber 2024 prognostiziert der Branchenverband Semi, dass der Bedarf in Taiwan auch in den nächsten zwei Jahren hoch bleiben wird.
Zum Beitrag: Chipboom treibt Taiwans Bedarf an Halbleiterausrüstung | Branchen | Taiwan | Halbleiterausrüstung
TAIWAN / F&E: Taiwan will noch mehr globale Innovationszentren anziehen
Taiwan stärkt durch steigende F&E-Ausgaben und staatliche Anreize seine Innovationskraft. Auch deutsche Unternehmen investieren verstärkt in neue Forschungszentren.
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind ein zentraler Bestandteil in Taiwans Strategie, die industrielle Struktur zu diversifizieren, Innovationspotenziale zu fördern und die Wirtschaftskraft zu stärken. Dazu unterstützt die Regierung Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) mit Anreizen, von denen auch deutsche Firmen Gebrauch machen können. Als Schwerpunkte von F&E-Zentren stehen in den nächsten Jahren Bereiche wie Halbleiter, künstliche Intelligenz (KI), intelligente Maschinen, 6G-Kommunikation und fortschrittliche Medizintechnologien im Fokus.
Zum Beitrag: Taiwan will noch mehr globale Innovationszentren anziehen | Wirtschaftsumfeld | Taiwan | Forschung und Entwicklung
VIETNAM / WIRTSCHAFT: Vietnamesische Metropolen im Baufieber
Taiwan stärkt durch steigende F&E-Ausgaben und staatliche Anreize seine Innovationskraft. Auch deutsche Unternehmen investieren verstärkt in neue Forschungszentren.
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind ein zentraler Bestandteil in Taiwans Strategie, die industrielle Struktur zu diversifizieren, Innovationspotenziale zu fördern und die Wirtschaftskraft zu stärken. Dazu unterstützt die Regierung Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) mit Anreizen, von denen auch deutsche Firmen Gebrauch machen können. Als Schwerpunkte von F&E-Zentren stehen in den nächsten Jahren Bereiche wie Halbleiter, künstliche Intelligenz (KI), intelligente Maschinen, 6G-Kommunikation und fortschrittliche Medizintechnologien im Fokus.
Zum Beitrag: Taiwan will noch mehr globale Innovationszentren anziehen | Wirtschaftsumfeld | Taiwan | Forschung und Entwicklung
Europa
EU / FINANZIERUNG: NEUAUFLAGE DES KMU-FONDS DER EU
Bis zum 4. Dezember 2026 können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in der EU oder der Ukraine finanzielle Unterstützung für Rechte des geistigen Eigentums erhalten.
Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) bietet in Form des KMU-Fonds ein Finanzhilfeprogramm zur Unterstützung der Rechte des geistigen Eigentums von KMU in der Europäischen Union an. Die finanzielle Unterstützung erfolgt dabei über vier Gutscheinvarianten.
Zum Beitrag: Neuauflage des KMU-Fonds der EU | Rechtsmeldung | EU | Geistiges Eigentum
SKANDINAVIEN / MARITIME WIRTSCHAFT: Maritime Transformation und maritime Industrie auf Innovationskurs
Die maritime Industrie eröffnet deutschen Akteuren Potenziale durch Exporte maritimer Ausrüstung, Infrastrukturbeteiligungen und strategische Kooperationen bei grünen Technologien. Zum Beitrag: Skandinaviens maritime Industrie auf Innovationskurs | Branchen | Skandinavien | Hafeninfrastruktur
Zudem hat Skandinavien „bei der maritimen Transformation die Nase vorn“. Skandinavien setzt Maßstäbe bei maritimer Energiewende, Automatisierung und KI. Wo die Chancen für deutsche Zulieferer liegen, erklärt Katrin Caldwell, Geschäftsführerin im VDMA im GTAI-Interview: „Skandinavien hat bei der maritimen Transformation die Nase vorn“ | Interview | Skandinavien | Maritime Industrie
SPANIEN / CHEMIESEKTOR: Spanischer Chemiesektor blickt verhalten positiv in die Zukunft
Die Umsätze in der spanischen Chemiebranche sollen 2026 auf 89 Milliarden Euro steigen. Der Staat fördert Innovationen bei Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft.
- Konsumgüterchemie profitiert von gestiegener Binnennachfrage.
- Export steigt schneller als Gesamtumsatz in der Chemieindustrie, auch durch Diversifizierung bei den Zielmärkten.
- Basischemie leidet unter hohen Kosten und großem Wettbewerbsdruck.
Zum Beitrag: Chemische Industrie in Spanien
Osteuropa und Zentralasien
GEORGIEN / ZÖLLE: Präferenzregeln rücken stärker in den Fokus
Georgien stärkt 2026 Präferenz- und Ursprungsregeln – Exporteure müssen Dokumentation und Nachweise präzise einhalten.
Mit der konsolidierten Fassung des georgischen Zollkodex, die am 12. November 2025 veröffentlicht wurde, hat Georgien zahlreiche zuvor separat erlassene Anpassungen erstmals vollständig in einem einheitlichen Gesetzestext zusammengeführt. Diese Überarbeitung stellt keine neue Reform dar, markiert aber eine wichtige Vereinheitlichung und Präzisierung des geltenden Rechtsrahmens, der 2026 als operative Grundlage dient. Die Konsolidierung integriert insbesondere die Änderungen zu
- Verfahrensregeln,
- Begrifflichkeiten,
- Dokumentationspflichten und
- elektronischen Abläufen,
die in den letzten Jahren eingeführt und nun rechtsverbindlich zusammengeführt wurden.
KASACHSTAN / LANDWIRTSCHAFT: Kasachstan treibt Ausbau von Vieh- und Milchwirtschaft voran
Kasachstan will seinen Tierbestand in den nächsten Jahren deutlich ausweiten. Das eröffnet Lieferchancen in der Tierhaltung, aber auch bei der Verarbeitung von Fleisch und Milch.
Fleisch- und Milcherzeugnisse sind aus der nomadisch geprägten Gesellschaft Kasachstans nicht wegzudenken. Die durchschnittliche Absatzmenge von Fleisch pro Kopf lag 2025 laut Statista Market Insights bei fast 82 Kilogramm und damit rund 70 Prozent höher als in Deutschland. Auch bei Milch, Joghurt und anderen Milcherzeugnissen ist der Verbrauch in Kasachstan höher. Entsprechend sensibel sind die Themen Ernährungssicherheit und Preisstabilität für die Regierung.
Zum Beitrag: Kasachstan treibt Ausbau von Vieh- und Milchwirtschaft voran | Branchen | Kasachstan | Vieh- und Milchwirtschaft
KASACHSTAN / MEDIZINTECHNIK: Kasachstan ist auf ausländische Medizintechnik angewiesen
Viele Kliniken und auch medizinische Geräte in Kasachstan sind in die Jahre gekommen. Für die Ausstattung nach internationalen Standards muss das Land Ausrüstung importieren.
- Gesundheitssystem im globalen Vergleich im unteren Mittelfeld.
- Hoher Modernisierungsbedarf in nahezu allen Bereichen.
- Gesundheitsausgaben hinken im internationalen Vergleich hinterher.
- Ausländische Anbieter dominieren den Markt für Medizintechnik.
- Preisdruck auf dem Markt durch Wettbewerb aus China.
Zum Beitrag: Medizintechnik Kasachstan
UNGARN / SCHIENENVERKEHR: Erneuerung der Zugflotte für den Fernverkehr
Ein Regierungsbeschluss ermöglicht den Kauf neuer Triebzüge und Intercity-Wagen – mit Investitionen in Milliardenhöhe.
Ungarn plant eine umfassende Erneuerung seiner Bahnflotte. Dafür bereitet das staatliche Eisenbahnunternehmen MÁV ein Beschaffungsprogramm für Fernverkehrszüge vor. Branchenkenner rechnen mit einem Investitionsvolumen von deutlich über 2 Milliarden Euro.
Grundlage ist ein Regierungsbeschluss vom Februar 2026. Geplant sind bis zu 70 Dieseltriebzüge, davon 20 optional. Die Finanzierung erfolgt über einen staatlich abgesicherten Kredit. Mindestens 10 Prozent der Mittel stammen aus dem Staatshaushalt. Zusätzlich sollen elektrische Triebzüge aus EU-Mitteln des Integrierten Verkehrsentwicklungsprogramms (IKOP) beschafft werden. Die entsprechenden Ausschreibungen werden in den kommenden Monaten erwartet.
Parallel plant die Regierung die Erneuerung der Intercity-Wagenflotte. Nach Branchenangaben könnten bis zu 286 sogenannte IC+-Wagen gebaut werden. Sie sollen überwiegend in eigenen Werken der Staatsbahn entstehen. Der Wert dieses Programms wird auf 400 Millionen bis 600 Millionen Euro geschätzt.
Aktuell setzt MÁV auf eine gemischte Flotte aus klassischen Intercity-Wagen und moderneren Triebzügen. Viele Wagen stammen noch aus den 1970er und 1980er Jahren. Im Regionalverkehr prägen seit Jahren elektrische Triebzüge von Stadler das Bild, während bei Dieseltriebwagen hoher Modernisierungsbedarf besteht. Mit dem neuen Beschluss soll die überalterte Flotte schrittweise ersetzt werden.
Zum Beitrag: Ungarn erneuert Zugflotte für den Fernverkehr | Branchen | Ungarn | Schienenverkehr
USBEKISTAN / MEDIZINTECHNIK: Usbekistans Importe innovativer Medizintechnik legen stetig zu
Reformen in der öffentlichen und privaten Gesundheitsfürsorge sorgen für viele Ausbau- und Modernisierungsprojekte. Importe dominieren den usbekischen Medizintechnikmarkt.
- Usbekistans Importbedarf an Medizintechnik wächst stetig.
- Zahlreiche Investitionsprojekte für den Bau neuer und die Modernisierung bestehender medizinischer Objekte bieten viele Lieferchancen.
- Zunehmendes Interesse an modernen digitalen technologischen Lösungen im Gesundheitswesen einschließlich Telemedizin und künstlicher Intelligenz.
- International übliche Rahmenbedingungen für die Produktregistrierung und neue technische Standards erleichtern Markterschließung.
Zum Beitrag: Medizintechnik Usbekistan
Naher Osten und mittlerer Osten
IRAK / LOGISTIK: Neue Logistikrouten für Irak und Syrien
Trotz des Iran-Kriegs arbeitet der Zoll in Irak weiter und die Häfen in Syrien bleiben geöffnet. Ein Logistiker erklärt, wie die Ware jetzt läuft und welche Zusatzkosten es gibt.
Zum Interview: Neue Logistikrouten für Irak und Syrien: „Ware im Land kommt an“ | Interview | Irak, Syrien | Logistik
ISRAEL / INFRASTRUKTUR: Israel investiert Milliarden in seine Infrastruktur
Trotz angespannter Haushaltslage setzt Israel auf umfangreiche Investitionen in seine Infrastruktur. Verkehr und Energie stehen dabei besonders im Fokus.
Zum Jahreswechsel 2025/26 veröffentlichte die israelische Regierung eine Übersicht von 226 Infrastrukturprojekten, die im Rahmen staatlicher Programme bereits umgesetzt werden oder sich in Planung befinden. Das kumulierte Investitionsvolumen dieser Vorhaben beläuft sich auf rund 138 Milliarden US-Dollar (US$) – mit Fokus auf Verkehrs- und Energieprojekten.
In der Projektliste bleiben rein privatwirtschaftliche Vorhaben unberücksichtigt, darunter gewerbliche Rechenzentren, die nicht in staatliche Programme eingebunden sind. Zum anderen erfasst die Übersicht ausschließlich Projekte mit einem Mindestvolumen von umgerechnet 32 Millionen US$.
Der tatsächliche Umfang der geplanten Infrastrukturinvestitionen liegt damit über den ausgewiesenen 138 Milliarden US$. Für deutsche Unternehmen ergeben sich gute Zulieferchancen.
Zum Beitrag: Israel investiert Milliarden in seine Infrastruktur | Branchen | Israel | Infrastruktur
TÜRKEI / ZÖLLE: Importverordnungen und Produktkonformitätserlasse für 2026
Die Türkei bildet mit der EU eine Zollunion. Trotzdem gibt es besondere Einfuhrbestimmungen, die beachtet werden müssen.
Die Importverordnungen und Produktkonformitätsverordnungen für das Jahr 2026 wurden im türkischen Amtsblatt Nr. 33124 vom 31. Dezember 2025 veröffentlicht. Darstellungen und Erläuterungen der einzelnen Verordnungen in deutscher Sprache finden Sie hier.
Zum Beitrag: Importverordnungen und Produktkonformitätserlasse für 2026 | Zollbericht | Türkei | Konformitätserfordernisse
VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE / WIRTSCHAFT: Häfen in den VAE investieren in Digitalisierung und Expansion
Die Logistikbranche der VAE entwickelt sich dynamisch. Technologische Innovation, internationale Investitionen und neue Handelsabkommen stärken ihre Rolle als globales Drehkreuz.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) investieren stark in den Ausbau ihrer Hafen- und Logistikinfrastruktur. Schwerpunkte sind Kapazitätserweiterungen, Digitalisierung und internationale Anbindungen. „Daraus ergeben sich konkrete Marktchancen für deutsche Unternehmen, insbesondere in Planung und Engineering, Hafen- und Umschlagtechnik, Automatisierung, Energieeffizienz sowie Smart-Port-Lösungen“, erklärt Branchenexperte Markus Brandt, Senior Manager der AHK VAE.
Welt
WELT / DATENZENTREN: Datenzentren-Boom benötigt effiziente Energie- und Kühllösungen
Die weltweite Rechenzentrumskapazität wächst rasant. Damit auch die Nachfrage nach allem, was für den Bau und Betrieb benötigt wird. Deutsche Firmen sind dabei gefragt.
Die globale Rechenleistung könnte sich laut der Unternehmensberatung Bain & Company bis 2030 auf 163 Gigawatt verdoppeln; manche Prognosen gehen sogar von 196 Gigawatt aus. Angeführt wird dieser Boom von Großinvestitionen amerikanischer Big-Tech-Konzerne. Goldman Sachs erwartet, dass ihre jährlichen Ausgaben bis 2027 auf über 540 Milliarden US-Dollar (US$) steigen. Das wäre mehr als eine Verdopplung gegenüber 2024.
Der Bau neuer Datenzentren konzentriert sich stark auf Nordamerika. Im Jahr 2030 dürfte die Region mit rund 80 Gigawatt fast die Hälfte der weltweiten Kapazität stellen. Treiber ist der unstillbare Hunger nach Rechenpower durch künstliche Intelligenz (KI). Ein zentrales Projekt ist der 1 Gigawatt+ Stargate Campus in New Mexico, den OpenAI, Oracle und Softbank zusammen mit Stack Infrastructure errichten wollen. Die Investitionen belaufen sich auf 15 Milliarden US$.
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